Foto: Daniel Mitchell
Foto: Daniel Mitchell

«Ich probiere, im Kopf durchzulüften»

Nach dem jüngsten verletzungsbedingten Rückschlag gibt sich Fabienne Schlumpf gelassen. Die EM-Zweite über 3000 m Steeple behält das grosse Bild im Kopf. 

 

Ihre Saison ist wegen einer Stressfraktur im Fuss zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Wie tief sitzt der Frust?

Fabienne Schlumpf: Schon tief. Der grösste Frust aber war nicht die Diagnose. Er war am Samstag nach dem Training. Die Schmerzen waren schlimm. Ich konnte nicht einmal mehr gehen. Da fragte ich mich: Wie soll ich so Rennen bestreiten können?  

 

Im Frühling mussten Sie wegen einem Knochenmarködem im Knie bereits eine längere Laufpause einlegen. Dennoch waren Sie überzeugt, an der WM dabei zu sein. Die Hoffnung ist nun geplatzt. Wie war diese mentale Achterbahnfahrt?

Kräftezehrend. Im Mai stieg ich nach der Verletzung vorsichtig wieder ein. In den letzten Wochen hatte ich mega Freude an der Entwicklung. Es fühlte sich immer mehr wie laufen an. Bis zur WM Ende September schien genügend Zeit zu bleiben. Dennoch sind Michi (ihr Trainer und Lebensgefährte Michael Rüegg – die Red.) und ich im Training ein gewisses Risiko eingegangen. Das ging nicht auf. Ich würde es aber wieder gleich machen. 

 

Verletzungen gehören im Spitzensport zum Berufsrisiko. Wie sehr kann man sich daran gewöhnen?

Ich hoffe gar nicht. Als Sportlerin will ich mich sportlich betätigten, nicht anderen dabei zuschauen. Man kann lernen, mit Verletzungen besser umzugehen. Daran arbeitete ich. 

 

Vor der Saison 2018 kannten Sie grössere Verletzungen nur vom Hörensagen. Seither wurden Sie mehrfach von Ihrem Körper gestoppt. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Nein. Es kann ein Zufall sein. Oder ein Mix aus Dingen. Ich habe beispielsweise letzte Saison die Schuhmarke gewechselt. Um allenfalls an einigen Schrauben zu drehen, geht es für mich in der nächsten Zeit darum, sorgfältig anzuschauen, woran die Probleme gelegen haben könnten. 

 

Wie gehen Sie dabei vor?

Ich werde das Ganze sicher mit einem Sportarzt anschauen. Es gibt einige Bereiche abzuklappern. Die Ernährung etwa. Sie spielt eine wichtige Rolle. Ich muss mich fragen: Fehlt mir etwas? Aber natürlich beleuchte ich auch das Mentale. Ich habe einen Tipp von Selina Büchel (800-m-Läuferin – die Red.) erhalten. Sie kennt eine Art Guru (lacht).

 

Sie erlitten verschiedenartige Verletzungen. Wäre die Ursachenforschung einfacher, wenn immer derselbe Körperteil betroffen wäre?

Ich weiss nicht, ob das tatsächlich besser wäre. Schliesslich hängt ja alles miteinander zusammen. Es ist ein schmaler Grat, auf dem man sich im Spitzensport bewegt. Wenn es irgendwo zwickt, versucht man zu kompensieren und es ist es schwierig, zurück zur Balance zu finden. Und laufen ist für den Bewegungsapparat sowieso nicht besonders gesund. 

 

Wie lange dauert die Pause?

Ich werde circa drei Wochen gar nichts machen und versuchen, das Leben zu geniessen. Bis ich wieder anfange zu rennen, werden wohl sechs Wochen vergehen. Ich habe null Stress. Im Herbst würde ich zwar gerne Strassenläufe bestreiten. Aber letztlich geht es darum, nicht möglichst schnell, sondern zu hundert Prozent gesund zu werden. 

 

Haben Sie sich auch deshalb entschieden, die Bahnsaison abzuhaken?

Ja. Mit einer konkreten Diagnose und diesem Entscheid kann ich mir einen Plan zurechtlegen. Ich mochte nicht mehr auf die Schnelle etwas Neues hin «jufeln». Ich will jetzt eine Pause und probiere in dieser, im Kopf durchzulüften. 

 

Die WM Ende September hätte ein Testballon für Olympia 2020 sein sollen. Wie stark wirft Sie das verlorene Wettkampfjahr im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio zurück?

Ändern kann ich daran sowieso nichts mehr. Ich kann mich auch gut auf Tokio vorbereiten, ohne in Doha gewesen zu sein. Michi wird ja dort sein und mir Tipps geben können.  

 

Tokio ist seit langem als Schlusspunkt hinter ihre Steeple-Zeit vorgesehen, danach wollen Sie auf die Marathon-Distanz wechseln. Gilt diese Marschroute weiterhin?

Ja, obwohl wir darüber noch nicht im Detail gesprochen haben. Jetzt gilt es für mich, Richtung Tokio Vollgas zu geben.  

 

Was hilft Ihnen in den kommenden Wochen, die Motivation hoch zu halten?

Ich weiss jetzt, wie die nächste Zeit abläuft. Und ich habe ein Ziel. Sobald ich ein solches habe, hilft mir das extrem, positiv nach vorne zu schauen. 

 

(Text: Zürcher Oberländer vom 2. August 2019)

Darum muss Fabienne Schlumpf umplanen

Die erste Saisonhälfte ist für Fabienne Schlumpf nicht reibungslos verlaufen. Sorgen um ihren Formaufbau muss sich die Steeplerin gleichwohl keine machen. Das hat einen speziellen Grund.

 

Den grössten Frust hat Fabienne Schlumpf längst hinter sich. Jetzt blickt sie wieder zuver­sichtlich nach vorne. «Ich habe die Herausforderung angenommen», sagt die Wetzikerin kämpferisch und sinniert: «Es ist zwar mühsam, gehört ein Stück weit aber zu meinem Beruf als Sportlerin. Ich muss da jetzt durch. Und letztlich lernt man in solchen Phasen auch etwas.» 

Was ist passiert? Anfang Mai plagten die Steeple-Spezialistin im Training plötzlich Knieschmerzen. Kurz darauf bestätigte sich Schlumpfs Vorahnung, dass für einmal mehr als das übliche «zwicken und zwacken» dahinterstecken könnte.

Ein Knochenmarködem am Knie erforderte einen sofortigen Laufstopp. Es war das schlimmstmögliche Szenario für Schlumpf, die so gerne rennt. Gezwungenermassen zog die 28-Jährige in den letzten Wochen im Schwimmbecken ihre Bahnen und strampelte auf dem Velo. Das verschaffte ihr zwar längst nicht dieselbe Befriedigung wie das Laufen. Schlumpf sagt, gefolgt von einem Lachen: «Fit bin ich aber.» Den vorgesehenen Höhenblock liess Schlumpf sausen. Sie verzichtete auch darauf, ihre Verletzung zu kommunizieren.

Zwischenzeitlich verbrachte sie vier Tage im Engadin – ihrer zweiten Heimat, wie sie sagt. «Aber nur, um den Kopf zu lüften.»

Aufgrund der Verletzung musste sie mit ihrem Trainer und Freund Michi Rüegg auch die auf die Weltmeisterschaften in Doha Ende September ausgerichtete Planung komplett überarbeiten.  

     

Wenn Erinnerungen helfen

Für Fabienne Schlumpf ist es das zweite Jahr in Folge, in dem sie sich Widrigkeiten ausgesetzt sieht. 2018 zwang sie erst eine Seh­nenentzündung am Fuss zur Laufpause, später behinderten sie muskuläre Probleme im Oberschenkel.

Ihr mutig formuliertes Ziel, eine EM-Medaille im Steeple gewinnen zu wollen, war ernsthaft gefährdet. Doch Schlumpf kämpfte sich zurück. Sie stürmte in Berlin zur Silbermedaille und legte später an der Cross-EM mit der nächsten Silbermedaille nach.

Die Erfahrungen, vor allem aber auch die Erinnerungen an diese Erfolge helfen ihr jetzt. «Was ich letztes Jahr aus einer Verletzung heraus geschafft habe, motiviert mich.» Schon vor der bitteren Diagnose im Mai hatte Schlumpf einige Dämpfer hinzunehmen.

Den angepeilten Schweizer Rekord über 10 km verpasste sie. Der Halbmarathon in Den Haag fiel einer Sturmwarnung zum Opfer, und das im April vorgesehene Marathon-Debüt musste sie wegen zweier grosser Blasen an der Fusssohle absagen.

Schlumpfs Fazit über die erste Saisonhälfte fällt deshalb trotz lange Zeit ideal verlaufenen Trainings wenig überraschend aus. «Der Wurm war drin. Alles verlief holprig», sagt sie, um klarzumachen: «Aus den Socken haut mich das nicht.»  

 

Die lange Saison als Plus

In der vergangenen Woche begann die grossgewachsene Athletin der TG Hütten vorsichtig wieder mit Lauftraining. «Wobei rennen kann man das noch nicht nennen», schränkt sie ein.

Schlumpf hofft, bis spätestens im Juli zu einem guten Laufgefühl zurückgefunden zu haben. Sie plangt darauf, endlich wieder Rennen bestreiten zu können. Erst drei hat die Wetzikerin absolviert.

Das ist im Vergleich zu den Vorjahren wenig. Unter Druck ist sie dadurch allerdings nicht. Die wegen der erst Ende September angesetzten WM ungewohnt lange Saison kommt ihr entgegen. Schlumpf hat genügend Zeit, in Form zu kommen. 

Ihr Wiedereinstieg ist beim Europacup in London am 6. Juli vorgesehen. Der Wettkampf über 10 000 m liegt ebenso wie der eine Woche später auf dem Programm stehende Test über 5000 m in Belgien zwischen zwei Höhenblöcken im Engadin.

Die Team-EM (10./11. August) in Bydgoszcz sieht Schlumpf als ersten Höhepunkt. In Polen ist gar ein Doppelstart über 5000 m und 3000 m Steeple möglich. Danach steht endgültig wieder ihre Spezialdisziplin im Mittelpunkt. An einem, allenfalls zwei Diamond-League-Meetings will sich Schlumpf den Feinschliff für die WM holen.

Die Qualifikationshürde liegt bei 9:40 Minuten, Schlumpfs Bestwert ist derweil 9:21,65 Minuten.

«Man muss sie trotzdem zuerst erfüllen», sagt Schlumpf zur WM-Limite. Sie bestreitet aber nicht: Die Selektionshürde stellt eine Pflichtaufgabe dar.

Die Kür soll dann in Doha folgen.

 

(Text: Zürcher Oberländer vom 13. Juni 2019)

Forfait für Rotterdam-Marathon

Am 7. April 2019 wollte ich in Rotterdam mein Marathon-Debüt geben. Ich fühlte mich gut vorbereitet und die Vorfreude war riesig. Bei der 10-Km-Schweizermeisterschaft in Uster habe ich mir zwei grosse Blasen an den Füssen zugezogen. Leider hat sich eine entzündet, weshalb ein Start über 42,195 Km nicht sinnvoll wäre. Ich habe bis am Schluss gehofft, dass die Zeit reicht und die Entzündung rasch zurück geht, doch irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ein Start nicht möglich ist.

Somit werde ich meine Premiere über die Marathondistanz erst nach den Olympischen Spiele 2020 erleben und mich ab sofort wieder voll auf die 3000 m Steeple konzentrieren. Es stehen in Zukunft noch viele tolle Wettkämpfe an und da freue ich mich schon drauf.  

Bremgarter Reusslauf

Nach zwei erfolgreichen Trainingslagern in Portugal und Südafrika konnte ich es kaum erwarten, wieder eine Startnummer zu tragen und beim Bremgarter Reusslauf meine Strassenlaufsaison einzuläuten. Ich schlug von Beginn an ein hohes Tempo an und fand bald eine guten Rhythmus. Im Verlauf des Rennens konnte ich einen Mann nach dem Anderen überholen, was mich immer wieder motivierte. Nach 36.23min siegte ich zum dritten Mal in Folge vor meiner Teamkollegin Chiara Scherrer. Somit war das Podest wie im Vorjahr zu 2/3 in TG Hütten-Hand. 

 

Cross EM Tilburg

Zwei Stunden nach dem sensationellen vierten Rang von meinem Trainingsgspändli Chiara Scherrer in der Kategorie U23 stand ich ebenfalls an der Startlinie. Zusammen mit 71 weiteren Crossläuferinnen aus ganz Europa nahm ich die 8,3 Km lange Strecke durch den Dreck in Angriff. Ich kam beim Start gut weg und zeigte mich von Beginn weg an der Spitze. Nach wenigen Kilometern setzte sich die türkische Titelverteidigerin vom Feld ab, dahinter bildete ich mit einer Niederländerin und einer Norwegerin die Verfolgergruppe. Der Rest des Feldes war schon vor Streckenhälfte geschlagen. Nach ca. Streckenhälfte vermochte ich gar wieder zur Führenden aufzuschliessen und übernahm die Spitze des Rennens. So setzte ich die entscheidende Differenz zu den letzten beiden Konkurrentinnen um die Medaillen. Auf der Zielgeraden wurde es dann ultraspanned. Mit einer Sekunde Rückstand auf die Siegerin erspurtete ich mir Silber, mit nur einer Sekunde Vorsprung auf Rang drei! Somit strahlt auch meine zweite EM-Medaille silbern. 

 

Video zum Rennen

Int. Cross Tilburg

Zwei Wochen vor den Europameisterschaften fand in Tilburg auf der gleichen Strecke ein internationales Cross statt. Zahlreiche Konkurrentinnen aus Europa waren angereist, um die EM Strecke zu testen. Im Rennen über 8,3 Km konnte ich mich schon kurz nach dem Start mit drei weiteren Läuferinnen vom Feld absetzten. Nach Streckenhälfte verschärfte ich das Tempo und alle Gegnerinnen mussten abreissen lassen. Mit 13 Sekunden Vorsprung konnte ich das Rennen zum zweiten Mal nach 2016 gewinnen. 

Corrida Bulloise

Einer der ersten grossen Stadtläufe zum Jahresende ist jeweils die Corrida Bulloise. Auf einer stimmungsvollen Runde in der Altstadt jagen die Elite-Läuferinnen und Läufer um die Hausecken. Nach dem Sieg 2016 und Rang zwei im letzten Jahr wollte ich mir dieses Jahr wieder den Siegerpreis holen. Dieser besteht in Bulle traditionellerweise aus einem Kalb. Eigentlich wollte ich zu Beginn nicht die Führung übernehmen, doch auch sonst wollte oder konnte niemand Führungsarbeit leisten. So war ich mich schon kurz nach dem Start an der Spitze des Feldes. Nach mehreren Tempoverschärfungen musste eine Gegnerin nach der Anderen abreissen lassen. Einzig die kenianische Siegerin von 2013 und 2014 blieb bis am Schluss an meinen Fersen und es kam zum spannenden Schlussspurt. Diesen konnte ich knapp für mich entscheiden und zum zweiten Mal den Stadtlauf in Bulle gewinnen.

 

Video zum Rennen

The Great 10 K Berlin

Wenige Wochen nach Aufnahme des Grundlagentrainings für den Winter stand ich in Berlin bereits wieder an der Startlinie. Ohne wettkampfspezifisches Training wollte ich über 10 Km einfach ohne Druck laufen, Spass haben und dabei natürlich möglichst schnell sein. Berlin scheint dieses Jahr für mich ein gutes Pflaster zu sein, denn ich präsentierte mich bereits wieder in Rekordlaune. Den ersten Kilometer fühlte sich mit 3:06 pro Kilometer höllisch schnell an, ich war mir dieses Tempo nicht mehr gewohnt. Dann fand ich aber einen guten Rhythmus und unterschlupf in einer Gruppe. Ich konnte das Tempo bis zum Schluss hoch halten und überquerte nach 32:01 min die Ziellinie. Neben Rang 3 im starken internationalen Feld bedeutet dies auch einen neuen Schweizerrekord. Den bisherigen Rekord hatte ich vor 1 1/2 Jahren in Payerne aufgestellt.

Greifenseelauf 2018

Nach nur zwei Wochen Grundlagentraining nahm ich zum zweiten Mal seit 2012 den Greifenseelauf in Angriff. Entsprechend locker ging ich an den Halbmarathon ran und konnte das Rennen voll und ganz geniessen. Viele bekannte Gesichter und "Hopp-Fabienne-Rufe" haben mich immer wieder motiviert und mir zusätzliche Energie verliehen. Nach 1:15.30 Std. lief ich als überlegene Siegerin bei fantastischer Stimmung ins Ziel ein. 

Das Schweizer Fernsehen hat mich am Tag des Rennens begleitet. Den Beitrag findet ihr unter folgendem Link:

https://www.srf.ch/sport/mehr-sport/sportmix-siege-fuer-abraham-und-schlumpf-am-greifensee

EM Berlin

Lange habe ich mich auf die Europameisterschaft in Berlin gefreut und nun war es endlich so weit. Vor einem Jahr habe ich mir eine Medaille zum Ziel gesetzt, ein hohes aber nicht unmögliches Ziel. Durch die Sehnenentzündung am Fuss und die muskulären Probleme im Oberschenkel im Frühling wusste ich lange nicht, ob ich überhaupt in Berlin am Start stehen kann. Das Ziel, eine Medaille zu gewinnen, ist in weite Ferne gerückt. Als ich dann endlich wieder zu 100 % schmerzfrei trainieren konnte, setzen Michi und ich alles daran, um bis zur EM wieder in Topform zu sein. Die letzte Vorbereitung in St. Moritz lief richtig gut. In den Vorläufen qualifizierte ich mich als Siegerin meiner Serie und Zeitschnellste souverän für den Final und gewann damit enorm viel Selbstvertrauen. Die Technik funktionierte sehr gut und die Beine liefen schnell. 

Am letzten EM-Abend fand dann vor über 40'000 Zuschauern der Final statt. Nach vielen Stunden Training war es endlich so weit, ich habe so lange auf diesen Moment gewartet. Im Wissen, alles gemacht zu haben, stand ich mit einem klaren Plan an der Startlinie. Es gelang mir, den Plan perfekt umzusetzen und schon bald übernahm ich die Führung und drückte aufs Tempo. Von Runde zu Runde fielen die Gegnerinnen hinten weg, so dass wir zu viert auf die Schlussrunde gingen. Ich drückte weiter auf das Tempo und musste mich beim letzten Wassergraben nur von der Titelverteidigerin überholen lassen. Die Silberne Medaille war die Belohnung, ich bin VIZE-EUROPAMEISTERIN! Für Michi und mich ging damit ein Traum in Erfüllung. Wir haben es geschafft, mich rechtzeitig in Topform zu bringen, was mich extrem glücklich und stolz macht. Dass so viele Freunde und meine Familie im Stadion mitgefiebert haben bedeutet mir sehr viel und die Emotionen nach dem Rennen waren dementsprechend sehr gross. 

Foto: Ulf Schiller

Trainingslager St. Moritz

Die letzten drei Wochen bereitete ich mich in meiner zweiten Heimat St. Moritz intensiv auf die Europameisterschaften in Berlin vor. Das Training verlief nach Plan und ich spulte viele Kilometer bei wunderschönem Panorama entlang der Engadiner Seen ab. Für schnelle Einheiten oder Techniktraining nutzte ich die 400m-Bahn direkt vor der Haustüre oder den nahegelegenen Kraftraum. Das Schwimmbad ist ebenfalls nicht weit entfernt und ideal um die müden Beine beim Schwimmen etwas zu lockern. Die Zeit verging wie immer rasend schnell und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder an der Startlinie zu stehen. Die Arbeit ist jetzt getan und in den kommenden Tagen steht die Erholung im Vordergrund, um am Freitag, 10. August 2018 um 12.25 Uhr topfit am Start des Vorlaufs über 3000 m Steeple zu stehen.